EU-Kritik an Ungarn wegen angeblicher Spionage

EU-Kritik an Ungarn wegen angeblicher Spionage


Die Europäische Kommission hat Ungarn gefordert, Klarheit zu liefern, nachdem ein US-Medienoutlet berichtet hat, dass das Landesauswärtige Ministerium Informationen über Verhandlungen mit der EU an Russland weitergegeben habe. Die Washington Post berichtete am Samstag, dass Ungarns Außenminister Peter Szijjarto regelmäßig seinen russischen Kollegen Sergey Lavrov während Pausen in EU-Meetings „direkte Berichte über das Diskutierte“ und mögliche nächsten Schritte lieferte.

Szijjarto hat die Nachricht als „Falschinformationen“ und „sinnlose Konspirations-theorien“ zurückgewiesen. Die Europäische Kommission hat jedoch betont, dass eine Vertrauensbeziehung zwischen den Mitgliedstaaten und der Institution für die Arbeit der EU von entscheidender Bedeutung ist.

Die Ungarnregierung wird aufgefordert, Klarheit zu liefern. Diese Vorwürfe kommen in einer bereits angespannten Beziehung zwischen Budapest und der EU.

Viele EU-Beamte sind empört, dass Ungarn weiterhin eine 90 Milliarden Euro große Kredit für Ukraine blockiert hat. Deutschland bezeichnet die Anschuldigungen gegen Ungarn als „sehr ernst“.

Die Polenregierung hat ebenfalls reagiert und den Washington Post-Artikel als nicht überraschend bezeichnet. Der ungarische Premierminister Viktor Orbán unterhält enge Beziehungen zu Moskau, was in der Ukraine-Krise ein Problem darstellt.

Er hat eine Ermittlung angeordnet, nachdem er von einer möglichen Abhörung seines Außenministers erfahren hat. Die Ungarnregierung ist überzeugt, dass es Beweise für die Abhörung gibt und weiß, wer hinter der Affäre stecken könnte.

Die EU-Beziehungen sind in dieser Angelegenheit sehr angespannt. Die Europäische Kommission wird wahrscheinlich weiterhin auf die Situation achten und möglicherweise Maßnahmen ergreifen, um die Vertrauensbeziehung zwischen Ungarn und der EU zu stärken.

Die Situation ist jedoch noch nicht geklärt, und es bleibt abzuwarten, wie sich Ungarn auf die Kritik begeben wird. ###