Chinas globale digitale Schatten: Peking vermarktet Überwachung und Zensur
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Einem kürzlich geleakten Dokumentenpaket zufolge exportiert China seine Systeme zur Überwachung und Zensur des Internets gezielt ins Ausland und verdient damit Geld. Das InterSecLab, ein digitales Forensik-Labor mit Sitz in Brasilien, hat gemeinsam mit mehreren Menschenrechtsorganisationen am 9. September einen Bericht veröffentlicht, der die globale Vermarktung von Überwachungs- und Zensurtechnologien durch chinesische Unternehmen offenlegt.
Dem Bericht zufolge haben chinesische Unternehmen wie Geedge Networks Verträge mit Regierungen in Kasachstan, Äthiopien, Pakistan, Birma (Myanmar) und weiteren nicht bekannten Staaten abgeschlossen, um „anspruchsvolle Systeme zur Internetzensur und Überwachung“ aufzubauen. Die Analyse von mehr als 100.000 geleakten Dokumenten des chinesischen Unternehmens Geedge Networks ergab, dass die Firma häufig Produkte westlicher Firmen kopiert hat und eigene Lösungen entwickelt hat, die „gegen Sanktionen geschützt“ sind.
Die Forscher warnen vor einem schnellen Ausbau dieser Technologien und betonen, dass die transparente Vermarktung von Zensur- und Überwachungsdiensten durch Geedge einen grundlegenden Wandel in der globalen digitalen Landschaft bedeutet. Die Ergebnisse des Berichts zeigen auch, dass China ethnische und religiöse Minderheiten überwacht und verfolgt, darunter auch Falun-Gong-Praktizierende.
Die Menschenrechtsorganisationen fordern die internationalen Gemeinschaft auf, gegen diese Entwicklung vorzugehen und sicherzustellen, dass die Menschenrechte in der digitalen Welt geschützt werden. Der Bericht ist ein wichtiger Schritt in Richtung Transparenz und Rechenschaftspflicht bei der globalen Verbreitung von Überwachungs- und Zensurtechnologien.
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