Der Weg zur Sagrada Família – Von José María Bocabella bis Antoni Gaudí
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Der Traum des katholischen Verlegers, Buchhändlers und Autors José María Bocabella, der am Anfang dieses faszinierenden sakralen Bauprojekts steht, wurde 1866 in Barcelona begonnen. Bocabella gründete die Asociación Espiritual de Devotos de San José, um die Verehrung des Heiligen Josef zu fördern und eine Kirche für die Heilige Familie zu errichten.
1881 ermöglichten Spenden den Kauf eines etwa 12.000 Quadratmeter großen Grundstücks im Neubauviertel Eixample, wo die Arbeiten an der Krypta im Jahr 1882 begannen. José María Bocabellas ursprünglicher Plan, eine Replik der Basilica della Santa Casa in Loreto zu errichten, scheiterte, und Francisco de Paula del Villar y Lozano legte Pläne im damals üblichen neugotischen Stil vor.
Zwischen Architekt und Bauherren entstanden immer größere stilistische und inhaltliche Spannungen. Es kam zum Bruch, und auch ein renommierter Berufskollege von Francisco de Paula del Villar y Lozano, Joan Martorell, wollte das schwierige Projekt nicht übernehmen.
Stattdessen empfahl er den 31-jährigen Antoni Gaudí, der nur fünf Jahre zuvor sein Architekturdiplom an der Universität Barcelona erhalten hatte und dessen Diplom als „einem Verrückten oder einem Genie“ bezeichnet wurde. Antoni Gaudí revolutionierte das Projekt mit seinem immensen, bautechnischen Wissen und seiner lebhafte schöpferische Imagination.
Er verwandelte die religiöse Intention des Bauprojektes nicht nur architektonisch aufgreifend, sondern auch inhaltlich und spirituell durchdringend. In ihm fanden Bocabella und seine Vereinigung ein Gegenüber, das den religiösen Charakter der Sagrada Família maßgeblich formte.
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