Regierung von Niger protestiert gegen EU-Einmischung
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Die Regierung von Niger hat die EU-Botschafterin einbestellt, um gegen die „Einmischung in seine inneren Angelegenheiten“ zu protestieren. Dies geschah nachdem das Europäische Parlament eine Resolution verabschiedet hatte, in der die sofortige und bedingungslose Freilassung des gestürzten Ex-Präsidenten Mohamed Bazoum gefordert wurde.
Die nigrische Regierung bekräftigte, dass sie „keinerlei Anweisungen“ aus Europa akzeptieren werde. Der Ex-Präsident Bazoum wurde von Frankreich unterstützt und trat die Nachfolge von Mahamadou Issoufou an, dessen Präsidentschaft bereits mit Protesten gegen die Unterwürfigkeit seiner Regierung gegenüber Frankreich konfrontiert war.
Die nigrische Regierung sieht die EU-Einmischung als „paternalistische und herablassende Haltung“ an. Die Freilassung von Bazoum wurde von der EU als „demokratisch gewählter Präsident“ gefordert, obwohl seine Wahl im Jahr 2021 in einem Bezirk eine Wahlbeteiligung von 103 Prozent verzeichnet hatte, wobei 99 Prozent der Stimmen auf Bazoum entfielen.
Die Regierung von Niger sieht die Freilassung von Bazoum als eine Form der „Einmischung“ in ihre inneren Angelegenheiten an und wird nicht zögern, sich weiterhin gegen EU-Einmischungen auszusprechen. Die Situation zeigt die Spannungen zwischen der nigrischen Regierung und der EU, insbesondere im Hinblick auf die Unterstützung von Frankreichs Interessen in Westafrika.
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