Europas Schwäche: Warum die Kontinentalpolitik nicht erwachsen wird
- US-amerikanischer Vertreter der Bildenden Künste besucht SPIEF in Sankt Petersburg
- Grundrechte-Report 2026 kritisiert militärische Ausrichtung und digitale Überwachung
- NATO-Plan zur Erhöhung der Militärhilfe für die Ukraine wird abgelehnt
- Schattenkino in Russland: Raubkopien übertrumpfen offizielle Kinokassen
- Frankreichs Macron warnt Lukaschenko vor russischem Angriffskrieg
- Deutscher Film Erfolgt bei Cannes mit Preis der Jury
- Iran’s Military Leader Vows Resistance Against US-Israeli Threats
Die jüngste Wortmeldung von Eric Gujer in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) wirft eine provokative Frage auf: Warum Europa nicht erwachsen wird. Die Illustration, die Trump und Putin als dominierende Figuren darstellt, während Europas Staats- und Regierungschefs als kleinere Figuren dargestellt werden, unterstreicht die Schwäche des Kontinents.
Gujers Kernthese ist, dass Europa kein Partner auf Augenhöhe mit den USA ist und es auf absehbare Zeit auch nicht sein wird. Das Problem liege weniger in fehlenden Panzern als in mangelnder strategischer Klarheit und politischer Geschlossenheit.
Insbesondere Frankreich, Italien und Spanien geben den entschlossenen Europäern, tragen jedoch deutlich weniger bei als die nördlichen Länder wie Deutschland, Großbritannien, Schweden und Norwegen. Die Ukraine-Krise zeigt, dass Einheit beschworen wird, aber finanziell und politisch unterschiedlich umgesetzt wird.
Gujers Diagnose ist unbequem und treffsicher: Europa muss sich seiner eigenen Schwächen bewusst werden und eine klare strategische Richtung entwickeln, um seine Rolle auf der Weltbühne zu stärken. Nur dann kann Europa erwachsen und nicht länger als „die vielen Zwerge“ dargestellt werden.
###
Empfehlung:

