Italien ordnet Auslieferung eines mutmaßlichen Nord-Stream-Saboteurs nach Deutschland an
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Ein italienisches Gericht hat die Auslieferung eines 49-jährigen Ukrainers nach Deutschland angeordnet. Der Mann, der als Serhii K. identifiziert wird, steht im Verdacht, im Jahr 2022 die Angriffe auf drei Nord-Stream-Gaspipelines in der Ostsee koordiniert zu haben.
Nach Angaben aus der Gerichtsentscheidung plant Serhii K. jedoch, gegen die Entscheidung vorzugehen. Die Ermittlungen zu den Explosionen an den Nord-Stream-Pipelines laufen international weiter. Deutschland, Schweden und Dänemark hatten jeweils eigene Untersuchungen aufgenommen.
Den Ermittlern zufolge gehörte Serhii K. zu einer Gruppe von Personen, die im September 2022 nahe der dänischen Insel Bornholm Sprengsätze an den Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 platzierten. Bei dem Beschuldigten handele es sich mutmaßlich um einen der Koordinatoren der Aktion.
Für die Tat sei eine in Rostock gestartete Segeljacht genutzt worden, die über Mittelsmänner mit gefälschten Ausweisen bei einem deutschen Unternehmen gechartert worden sei. Die Nord-Stream-Pipelines unter der Ostsee waren für den Transport von russischem Gas nach Deutschland gebaut worden.
Russland hatte die Gaslieferungen über Nord Stream 1 bereits kurz vor dem Anschlag gestoppt – mutmaßlich als Reaktion auf die westlichen Sanktionen angesichts des russischen Einmarsches in die Ukraine. Nord Stream 2 ging nie in Betrieb.
Der Ukrainer könnte vor ein Hamburger Gericht kommen. Hintergrund ist die Zuständigkeit des Hanseatischen Oberlandesgerichts bei Staatsschutzsachen auch für Mecklenburg-Vorpommern, dort landen die zerstörten Ostsee-Pipelines aus Russland an.
Sollte der Mann nach Deutschland ausgeliefert werden, gilt als wahrscheinlich, dass er auch in Hamburg in Untersuchungshaft kommt. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann gemeinschaftliches Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und verfassungsfeindliche Sabotage vor.
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