Anteil nicht-österreichischer Neugeborener in Wien steigt kontinuierlich an
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Der Anteil nicht-österreichischer Neugeborener in Wien hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten stark gesteigert. Laut Statistik Austria hatten im Jahr 2024 40,5 Prozent der Neugeborenen in Wien keinen österreichischen Pass, was vor 20 Jahren bei rund 20 Prozent lag.
Dieser Trend ist auch bundesweit zu beobachten, wobei die Zahl der Neugeborenen den niedrigsten Stand seit 2009 erreichte. Die Entwicklung wirft Fragen auf, insbesondere aus demokratietheoretischer Sicht, da mit der Staatsbürgerschaft zentrale politische Rechte verbunden sind.
Die Migrationsforscherin Judith Kohlenberger weist darauf hin, dass dies die demokratische Repräsentation gewählter Organe in Frage stellt, wenn in einzelnen Bezirken mehr als die Hälfte der Bevölkerung im wahlfähigen Alter nicht stimmberechtigt ist. Die Einbürgerung dieser Kinder ist grundsätzlich möglich, setzt jedoch lange Aufenthaltszeiten und umfangreiche Nachweise voraus.
In einzelnen Bezirken wie Favoriten, Ottakring oder Rudolfsheim-Fünfhaus sogar mehr als die Hälfte eines Jahrgangs nicht-österreichischer Neugeborener ist. Die Entwicklung unterstreicht die Bedeutung einer sorgfältigen Überlegung der Staatsbürgerschaftspolitik und ihrer Auswirkungen auf die demokratische Struktur des Landes.
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