Sexueller Missbrauch im Erzbistum Paderborn: Neue Zahlen und Horrorszenarien
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Eine unabhängige Studie hat erstmals Hinweise auf jahrzehntelange sexuelle Verbrechen im Erzbistum Paderborn aufgedeckt. Laut der Studie gibt es demnach 210 Beschuldigte und 489 Betroffene, was fast doppelt so viele wie bisher angenommen sind.
Die Untersuchung zeigt, dass Kirchenobere den Missbrauch gezielt vertuscht und die Täter geschützt haben. Beschuldigte Kleriker und Bistumsmitglieder haben Einfluss auf Betroffene und ihre Angehörigen genommen, damit diese auf Anzeigen verzichteten.
Die Studie spricht von „Vertuschungsspiralen“ in der katholischen Kirche und betont, dass die Aufarbeitung erst am Anfang steht. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte bisher nur 111 Priester identifiziert, die sexuell missbraucht haben sollen, was stark zu korrigieren ist.
Die Studie zeigt, dass das Erzbistum Paderborn ein dunkles Kapitel in der Geschichte der katholischen Kirche versteckt hat, das erst jetzt ans Licht kommt. Die Aufarbeitung dieser Verbrechen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wahrheit und zur Gerechtigkeit für die Betroffenen.
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