Journalistin Julia Ruhs über ihre Absetzung als Moderatorin von "KLAR": "Fassungslos und enttäuscht"
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Die Journalistin Julia Ruhs hat sich nach den internen Querelen beim NDR mit deutlichen Aussagen zu Wort gemeldet. Auf X zeigt sie sich fassungslos über die Entscheidung des öffentlich-rechtlichen Senders, sie nicht länger das Politik-Format „KLAR“ moderieren zu lassen.
Laut Ruhs sei sie zutiefst enttäuscht und fassungslos über die Entscheidung des NDR, genauso wie ihr gesamtes KLAR-Team. Sie bezeichnete das Vorgehen als ein „Armutszeugnis“. Bereits in den vergangenen Wochen war bekannt geworden, dass mehrere NDR-Mitarbeiter intern gegen Ruhs massiv Stimmung gemacht hatten. Der Vorwurf: Ihre konservative Haltung passe nicht ins Selbstverständnis des Hauses.
Ruhs äußerte sich kritisch über die Hierarchien innerhalb des Senders und betonte, dass Cancel Culture nur dadurch möglich sei, weil genau diesen Chefs der Mut fehle, sich auch mal querzustellen. Sie hob hervor, dass das Format ihr auch deshalb sehr viel Spaß gemacht habe, weil sie Leute im Team hatte, die ein starkes Rückgrat haben.
Viele Zuschauer hatten sich nach dem Start von „KLAR“ begeistert gezeigt, dass es im ÖRR „endlich wieder kontroverse Stimmen“ gebe. Ruhs betonte, dass sie in den letzten Wochen rührende Zuschriften von Fans erhalten hätten, die ihnen schrieben, sie hätten wieder Hoffnung in den ÖRR.
Der Fall Ruhs scheint zu bestätigen, was Kritiker dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk seit Jahren vorwerfen: mangelnde Meinungsvielfalt und eine linksgrüne Schieflage, die andere Positionen systematisch ausgrenzt. Trotz ihrer Enttäuschung über den NDR gibt Julia Ruhs allerdings nicht klein bei. Sie kündigte an, dass sie weiterhin das Format authentisch weiterführen werde, aber diesmal beim Bayerischen Rundfunk.
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