US-Iran-Konferenzen und Streit um Uran: Berichterstattung aus Genf
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In Islamabad könnte es zu einer weiteren Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran kommen, bei der das iranische Nuklearprogramm eine zentrale Rolle spielen wird. Die Kontrolle über die Straße von Hormus ist ebenfalls ein Thema, obwohl Experten umstritten sind, ob die USA diese Frage rechtswirksam verhandeln können, da sie in den Zuständigkeitsbereich der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA) fällt.
Ihr Generaldirektor Rafael Grossi leitete die letzte Verhandlungsrunde vor Beginn des Krieges am 26. Februar in Genf, aber seine Rolle in der aktuellen Eskalationsspirale ist umstritten, da er sich darum bemüht, seine Wahl zum nächsten UN-Generalsekretär nicht zu gefährden. Am letzten Freitag kam eine überraschende Ankündigung: US-Präsident Donald Trump behauptete, der Iran sei bereit, sein 60-Prozent-angereichertes Uran zu übergeben und außer Landes bringen zu lassen.
Der staatliche russische Atomkonzern Rosatom sei gewillt, in der Frage des Uranexports aus dem Iran Unterstützung zu leisten, so Alexei Lichatschow, Chef von Rosatom. Er betonte, dass nur Russland positive Erfahrungen im Bereich des Exports angereicherten Urans mit der iranischen Seite gemacht habe.
Die iranische Seite dementierte jedoch zugleich Trumps Behauptung. Bei den beiden Verhandlungen in Genf war ich selbst zur Berichterstattung anwesend und zeigte die Meldungen über die angebliche Übergabe des 60-Prozent-angereicherten Urans dem iranischen Vize-Außenminister und Sprecher des Außenministeriums, Esmail Baghaei.
Er bestätigte, dass das Uran im Land bleiben und unter die Aufsicht der IAEA gestellt werden würde, und betonte: „Kein Gramm Uran wird den Iran verlassen.“
Diese iranische Position wurde von verschiedenen Medien übernommen und besteht auch acht Wochen später nicht mehr. Für den Iran ist das 60-Prozent-angereicherte Uran eine Errungenschaft seiner Atomwissenschaft, die es nicht aufgeben will.
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