Bundeswehr-Kritik: Ersatzteils-Mangel und Einsatzbereitschaft
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Das Bundesverteidigungsministerium in Berlin hat am Freitag bestätigt, dass die „Einsatzbereitschaft der Großwaffensysteme“ insgesamt in die richtige Richtung geht. Allerdings gibt es auch Bereiche mit Herausforderungen, wie zum Beispiel durch die Abgabe großer Waffensysteme an die Ukraine und durch deutlich mehr Militärübungen.
Eine Recherche von WDR, NDR und „Süddeutscher Zeitung“ zeigt jedoch, dass viele Fahrzeuge und Waffensysteme der Bundeswehr wegen fehlender Ersatzteile offenbar nicht einsatzbereit sind. Der internationale Bericht unter Berufung auf einen Lagebericht des Heeresinstandsetzungslogistik-Dienstes (HIL) in Bonn, eine Tochtergesellschaft des Verteidigungsministeriums, weist darauf hin, dass die HIL mit kurzfristigen Reparaturanforderungen aus dem Ministerium nicht immer nachvollziehen kann.
Das führt laut internen Berichten zu chaotischen Planungen und einem akuten Mangel an Ersatzteilen, was zur Einschränkung der materiellen Einsatzbereitschaft wesentlicher Waffensysteme führen könnte. Die Sprecherin des Verteidigungsministeriums betonte, dass die Strukturen und Kapazitäten für den Instandhaltungsaufwand bei der HIL „grundsätzlich vorhanden“ seien, und erwähnte, dass das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) in der Regel eine Instandhaltung für drei bis vier Jahre inklusive Ersatzteilversorgung durch die Industrie bestelle.
Allerdings könne auch die Industrie nicht immer die geforderten Ersatzteile fristgerecht liefern, was zu weiteren Herausforderungen führt. Die Bundeswehr muss sich damit auseinandersetzen, dass diese Probleme insgesamt die Verteidigungsfähigkeit gefährden und Deutschland daran scheitern könnte, „Bündnisverpflichtungen verlässlich zu erfüllen“.
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