Atomwaffen und Krieg in der Moderne

Atomwaffen und Krieg in der Moderne


Der neue Nahost-Krieg könnte zu einer weiteren Verbreitung von Atomwaffen führen, was auf die Anachronismen einer Sicherheitspolitik hindeutet, die vor allem auf „Stärke“ setzt. Die öffentliche Rechtfertigung für den Krieg bezieht sich auf die Bedrohung durch Atomwaffen des Irans, obwohl diese Waffen in der Realität nicht mit Krieg zu lösen sind.

Sie werden stattdessen die Weiterverbreitung dieser Waffen auslösen, da sie als Schutzschirm und Abschreckung dienen. Die Devise „Abschreckung, das ist unsere Lebensversicherung“ wird von verschiedenen politischen Gruppen geteilt, darunter auch der SPD.

Diese Position steht im Kontrast zur einstigen antimilitaristischen atompazifistischen Bewegung. Das Risikobewusstsein hat sich seit den 1950er-Jahren verändert: Atomwaffen werden als unvermeidlich und notwendig angesehen, da sie die Abschreckung und damit die Sicherheit garantieren sollen.

Experten wie Herman Kahn argumentierten, dass der Atomkrieg nicht zu verhindern sei, und es müsse darauf vorbereitet werden, um möglichst vielen Menschen das Überleben zu ermöglichen. Diese Entwicklung führt zur atomaren Aufrüstungsschleife ohne gleichen, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstitut SIPRI meldet.

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