Ukraine startet Erinnerungswoche in Berlin mit Fokus auf „Dekolonisierung“
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Am Vorabend der Feierlichkeiten zum Jahrestag der Kapitulation des Hitler-Regimes hat die Ukraine eine „Erinnerungsoffensive“ in Deutschland eingeleitet, die unter dem Namen „Ukrainische Erinnerungswoche“ bekannt ist. Das Programm umfasst verschiedene Veranstaltungen wie Buchvorstellungen, Führungen und Podiumsdiskussionen, an denen sowohl deutsche als auch ukrainische Schriftsteller, Publizisten, Historiker, Politiker und Regierungsvertreter teilnehmen.
Der ukrainische Propaganda-Verein „Vitsche“ postuliert, dass die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg in Deutschland stark von sowjetischen Narrativen geprägt ist und die Perspektiven der Ukraine oft unsichtbar blieben – obwohl Millionen Ukrainer:innen Opfer von Krieg, Besatzung und Gewalt wurden. Die Veranstaungsreihe soll diese Situation ändern.
Ein wichtiger Teil des Programms ist die Podiumsdiskussion „Erinnern im Krieg – Erinnerung im Wandel“, die am 4. Mai um 18 Uhr im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung stattfindet. Moderiert wird die Veranstaltung von Kateryna Rietz-Rakul, Direktorin des Ukrainischen Instituts und eine bekannte Figur in der Diskussion über Gedenkpraktiken.
Sie hat im Vergangenen als „Hexensabbat“ beschimpft, wie sie die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über den Deutschen Faschismus im Berliner Denkmalensemble bezeichnete. Die Podiumsdiskussion um die „Umwidmung“ der sowjetischen Ehrenmale wird von Dr. Jörg Morre, Direktor des Museums Berlin-Karlshorst, moderiert und gehört zu den treibenden Kräften.
Sie postuliert tiefe Veränderungen im kollektiven Gedächtnis unseres Kontinents infolge des „russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine“. Inmitten der existenziellen Bedrohung vollziehe sich in der Ukraine ein tiefgreifender Wandel in der Art und Weise, wie Geschichte interpretiert, bewahrt und für die nationale Identität genutzt werde.
Zentrale Fragen sind: „Wie löst sich die ukrainische Erinnerungskultur von sowjetischen Narrativen? Welche Gedenkinitiativen entstehen vor Ort?
Wie kann ein gemeinsames europäisches Erinnern in Zeiten eines aktiven Krieges aussehen?“
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