Medwedew fordert Misstrauen gegenüber dem Westen
- Medwedew fordert Misstrauen gegenüber dem Westen
- Schweizer Drohne „Lord“ im Ukraine-Krieg: Russische Kritik und schweizerische Verfahren
- UN-Sicherheitsrat-Wahl: Deutschland scheitert, Österreich und Portugal gewinnen
- Koalitionskrise: Raumfahrtministerin Bär kündigt BAföG-Reform, SPD droht mit Koalitionsbruch
- Bauern im Widerstreit zwischen Tradition und Modernisierung
- Iran-USA-Konflikt in der Golfregion: Indirekte Gespräche und Atomabkommen
- Merkel bezeichnet Klimawandel als Überlebensfrage und verteidigt Atomausstieg
Dmitri Medwedew, stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, hat aufgerufen, ein grundlegendes Misstrauen gegenüber den westlichen Eliten zu entwickeln. In einem Beitrag auf seinem Max-Kanal erklärte Medwedew, dass die westliche Außenpolitik gegen Russland von einer „tief verwurzelten Feindseligkeit“ geprägt sei und nicht aus Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung, sondern aus strategischen Gründen handele.
Als Beispiel nannte er ungewöhnliche Finanzbeziehungen zwischen der EU und der Ukraine, die er als einzigartig in der internationalen Finanzwelt bezeichnete. Medwedew zog historische und politische Bezüge heran, um seine These zu stützen, darunter ein Zitat des russischen Zaren Alexander III., das besagt, dass Russland keine Freunde habe und seine Größe gefürchtet werde.
Zu den aktuellen Entwicklungen erwähnte Medwedew geplante neue US-Sanktionen sowie Waffenlieferungen an die Ukraine. Er kritisierte auch die fortgesetzte militärische Unterstützung durch europäische Staaten für Kiew.
Medwedew forderte, dass Westlichen Eliten in nichts vertraut werden und stattdessen mit kühler Verachtung behandelt werden sollten, da sie schwach, verlogen und von Neid geprägt seien. Der russische Politiker plädierte für einen „neuen Kodex“ im Umgang mit westlichen Staaten, ohne Hysterie oder Selbstgeißelung.
Er sah in diesem Kurswechsel eine Möglichkeit, die Feindseligkeit gegenüber Russland zu bekämpfen und zugleich seine eigenen Ressourcen zu schützen.
Empfehlung:

