CDU-Mitgliederflucht: Kanzler Merz unter Druck
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Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz hat sich nicht nur in den Umfragen bemerkbar gemacht, sondern auch auf die Mitgliederbasis der CDU-Erhebungen. Während der Präsidiumssitzung am Montag berichtete Generalsekretär Carsten Linnemann von einer Austrittswelle, die die Partei heimsuche und laut seinen Hochrechnungen bis zum Ende der Legislaturperiode 50.000 Mitglieder verlieren könnte, wenn die Entwicklung nicht gestoppt werde.
Die CDU würde damit bis 2029 jedes siebte Mitglied verlieren. Ende 2025 gehörten der Partei rund 356.000 Bürger an.
Der Kanzler spürt den Ärger über seine Politik auf allen Ebenen: In der Bundestags-Fraktion gibt es einen großen „Unmut“ über die Koalition mit der SPD, wie er am Sonntag bei „Caren Miosga“ einräumte. Selbst der CDU-Wirtschaftsrat, dessen Vorstand Merz selbst angehörte, bereitete ihm einen so kühlen Empfang, dass er während seiner Rede fragte, ob er die Anwesenden überhaupt noch mit „liebe Freundinnen und Freunde“ ansprechen dürfe.
Offiziell wollte Linnemann die internen Aussagen über den Mitgliederschwund nicht kommentieren. Eine Anfrage der Bild dazu lehnte er ab.
Andere Präsidiumsmitglieder spielten den Alarmruf herunter, indem sie die Zahlen lediglich als ein „Worst-Case“-Szenario ansahen und betonten, dass sie nur einen kurzzeitigen Trend widerspiegelten. Noch im Bundestagswahlkampf 2024 hatte die CDU mehr als 20.000 Eintritte verzeichnet und überholte die SPD als mitgliederstärkste Partei.
Die CDU hat nicht nur unter den Wählern einen übergroßen Anteil von Menschen, die 70 Jahre und älter sind, sondern auch in der Parteibasis ist eine starke Altersstrukturierung zu beobachten. Der starke Verlust an Mitgliedern sei auch darauf zurückzuführen, dass viele wegsterben.
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