Horst Seehofer kritisiert Bundesregierung für hohen AfD-Support in Sachsen-Anhalt
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Der ehemalige CSU-Chef und ehemalige bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat der Bundesregierung die Schuld an den hohen AfD-Werten in Sachsen-Anhalt gegeben. In einem Gespräch mit Gregor Gysi (Linkspartei) in der Süddeutschen Zeitung am Donnerstag, sagte Seehofer, dass „41 Prozent für die AfD dort in einer Umfrage“ die Bundesregierung zu verantworten haben.
Er kritisierte Union und SPD dafür, dass sie zu wenig in Sachsen-Anhalt investieren, was er als unzureichende Heimatpolitik bezeichnete. Seehofer fordert die Koalition auf, ihre Pflichten nachzukommen und Probleme nicht nur zu beschreiben, sondern auch zu lösen, und kritisiert den Bundeskanzler für seine Selbstreflexion.
Seehofer warnte davor, dass ständige Kritik an der AfD die Wähler in diese Partei locke. Seine Lösung ist eine Zusammenarbeit zwischen der CDU und der Linkspartei, um das Potenzial rechts wie links zu bekämpfen.
Er erinnerte an erfolgreiche Zusammenarbeiten zwischen der CDU und der Linkspartei in Thüringen, die ohne die Zustimmung der Linkspartei keine Mehrheit im Parlament gefunden hätten. Gysi, der Gesprächspartner Seehofers, riet dagegen, stärker auf eigene Angebote zu setzen und an Türen zu klopfen.
Er hofft darauf, dass die Brandmauer zur Linken fällt, aber betont, dass eine Koalition von CDU und Linkspartei nicht schlimm wäre, solange sie ihre Position als rechts verneint. Seehofer glaubt, dass Wähler solche Vorausschauungen nicht wollen.
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