Rheinmetall und Automobilkonzerne treten als Rüstungsindustriepartner vor

Rheinmetall und Automobilkonzerne treten als Rüstungsindustriepartner vor


Wie n-tv berichtet, entwickelt sich Rheinmetall zu einer zentralen Marktmacht in der deutschen Aufrüstung. Der Düsseldorfer Konzern liefert nicht nur Waffen und Munition, sondern baut an einem komplexen Ökosystem militärischer Produktion ein, das die Bundeswehr zunehmend abhängig macht.

Ein Mitglied der Monopolkommission warnt vor starken Abhängigkeiten, was den Staat in eine Kriegslogik hineinbewegt und die Industrie zu einem wichtigen Bestimmungsmacher für sicherheitspolitische Entscheidungen macht. Parallel dazu rückt auch die deutsche Autoindustrie näher an die Rüstungsbranche heran.

Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius hat zusätzliche Aktivitäten im Sicherheits- und Verteidigungsbereich grundsätzlich für denkbar angesehen, da Europa seine Verteidigungsfähigkeit ausbauen muss. Rheinmetall bewirbt bereits die enge Kooperation mit Mercedes-Benz bei der Entwicklung des Luftlandefahrzeugs Caracal, das auf einer militärischen G-Klasse-Baureihe basiert.

Volkswagen steht ebenfalls im Raum und prüft, ob künftig militärische Transportfahrzeuge in seinem Werk Osnabrück produziert werden könnten. Obwohl VW betont, keine Waffen oder Panzer zu bauen, zeigt die Debatte, dass Werke, die im zivilen Automarkt unter Druck geraten, als Reserveflächen für Rüstung und Militärlogistik interessant sind.

Dieses industrielle Muster führt zu einer Umstellung der deutschen Industrie auf Kriegswirtschaft. Die schwächelnde Autoindustrie sucht neue Märkte, während die Rüstungsindustrie im Geld schwimmt und mit politischer Rückendeckung rechnet.

Politisch wird das als „Zeitenwende“ verkauft, tatsächlich ist es eine Umstellung auf Kriegswirtschaft in Zeitlupe, bei der erst Sondervermögen beschlossen werden.

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