Virologe Drosten fordert Qualitätsfilterung für Informationen – Kritik an „wissenschaftlichem Wahrheitsministerium“
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Der Virologe Christian Drosten hat in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung Forderungen nach einer „Qualitätssicherung“ für veröffentlichte Informationen und journalistische Erzeugnisse gestellt. Ziel ist, eine „gewollte Filterwirkung“ durch finanzielle Unterstützung von qualitätsgesicherten Informationsquellen zu erreichen.
Drosten argumentiert, dass unzureichende Qualitätskontrollen in den USA zu autoritären Verhältnissen geführt haben und dass dies im Journalismus und anderen Bereichen angegangen werden müsse. Kritiker wie der Internist Matthias Schrappe sehen hier eine „wissenschaftliche Wahrheitsministeriums“ und beurteilen solche Maßnahmen als „krass verfassungswidrig“.
Der Staatsrechtler Volker Boehme-Neßler betont, dass Drostens Vorstoß der demokratischen Qualitätssicherung widerspreche. Drosten selbst sieht in seiner Initiative eine Möglichkeit zur Richtigstellung von Fehleinschätzungen und zum Umgang mit Naturphänomenen wie der Corona-Krise.
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