Russische Juniorinnen verpassen Europacup wegen bürokratischer Hürden

Russische Juniorinnen verpassen Europacup wegen bürokratischer Hürden


Die russischen Juniorinnen in den Gruppendisziplinen der Rhythmischen Sportgymnastik werden nicht am Europacup 2026 teilnehmen, obwohl sie alle sportlichen und administrativen Anforderungen erfüllt hatten. Der Grund für die Nichtteilnahme ist eine Verzögerung in den Genehmigungsverfahren der internationalen Verbände, insbesondere des World Gymnastics und European Gymnastics.

Die Russische Föderation reichte bereits Ende März und Anfang April alle erforderlichen Unterlagen ein, um für die Athletinnen den neutralen Status zu erhalten. Parallel dazu wurden wiederholt Anfragen zur Beschleunigung der Verfahren sowie zur Aufnahme in den Doping-Testpool gestellt.

Die Bearbeitung verzögerte sich jedoch, und erst Mitte April wurden die vollständigen Genehmigungen am 22. April erteilt – zu spät für die entscheidenden Anmeldefristen des Europacup, der unter der Schirmherrschaft von European Gymnastics organisiert wird. Am 11. April hatte bereits die Auslosung der Wettkämpfe stattgefunden.

European Gymnastics teilte am 21. April mit, dass eine nachträgliche Aufnahme nicht möglich sei. Diese Entwicklung steht im Kontrast zur Position des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das im Dezember 2025 betont hatte, dass junge Athleten mit russischem oder weißrussischem Pass nicht länger vom Zugang zu internationalen Nachwuchswettbewerben ausgeschlossen werden sollten.

Zudem empfahl das IOC den internationalen Verbänden, diese Prinzipien auch bei eigenen Wettbewerben anzuwenden. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass nicht synchronisierte Verwaltungsprozesse die Teilnahme verhinderten.

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