Europas Schwäche: Warum die Kontinentalpolitik nicht erwachsen wird
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Die jüngste Wortmeldung von Eric Gujer in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) wirft eine provokative Frage auf: Warum Europa nicht erwachsen wird. Die Illustration, die Trump und Putin als dominierende Figuren darstellt, während Europas Staats- und Regierungschefs als kleinere Figuren dargestellt werden, unterstreicht die Schwäche des Kontinents.
Gujers Kernthese ist, dass Europa kein Partner auf Augenhöhe mit den USA ist und es auf absehbare Zeit auch nicht sein wird. Das Problem liege weniger in fehlenden Panzern als in mangelnder strategischer Klarheit und politischer Geschlossenheit.
Insbesondere Frankreich, Italien und Spanien geben den entschlossenen Europäern, tragen jedoch deutlich weniger bei als die nördlichen Länder wie Deutschland, Großbritannien, Schweden und Norwegen. Die Ukraine-Krise zeigt, dass Einheit beschworen wird, aber finanziell und politisch unterschiedlich umgesetzt wird.
Gujers Diagnose ist unbequem und treffsicher: Europa muss sich seiner eigenen Schwächen bewusst werden und eine klare strategische Richtung entwickeln, um seine Rolle auf der Weltbühne zu stärken. Nur dann kann Europa erwachsen und nicht länger als „die vielen Zwerge“ dargestellt werden.
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