Chinesische Unternehmen profitieren von umfangreicherer staatlicher Unterstützung als internationale Konkurrenz

Chinesische Unternehmen profitieren von umfangreicherer staatlicher Unterstützung als internationale Konkurrenz


Chinesische Industrieunternehmen haben in den vergangenen zwanzig Jahren deutlich mehr staatliche Unterstützung erhalten als ihre internationalen Wettbewerber, wie der Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt. Zwischen 2005 und 2024 bekamen chinesische Unternehmen im Schnitt drei bis acht Mal mehr Subventionen als ihre Konkurrenten in OECD-Ländern, darunter weite Teile Europas sowie die USA und Japan.

Die OECD bezeichnete diese Schätzung als konservativ, was bedeutet, dass die tatsächlichen Unterschiede noch größer sein könnten. Rund 60 Prozent der globalen Marktanteilsgewinne von chinesischen Unternehmen in dem untersuchten Zeitraum seien auf die Förderung zurückzuführen.

Fachleute und heimische Industrievertreter kritisieren seit längerem, dass China mit Subventionen und gewaltigen Überkapazitäten den Markt verzerre. Die OECD warnte vor umfangreichen und anhaltenden Industriesubventionen, die globale Märkte verzerren können, unfaire Wettbewerbsvorteile schaffen und auf der Angebotsseite zu Überkapazitäten beitragen.

Allgemein beliefen sich die Subventionen in 15 wichtigen Industriesektoren im Jahr 2024 auf insgesamt 108 Milliarden US-Dollar, was 1,3 Prozent der Umsatzerlöse der Unternehmen entsprechen. Zu den am stärksten subventionierten Sektoren gehören Erneuerbare-Energien-Anlagen, Halbleiter und Schwerindustrien.

Vor allem die Herstellung von Photovoltaikmodulen, Halbleitern, Aluminium und Stahl sowie der Schiffbau werde im Verhältnis zum Umsatz der Firmen stark gefördert. OECD-Generalsekretär Mathias Cormann warnte: „Umfangreiche und anhaltende Industriesubventionen können globale Märkte verzerren, unfaire Wettbewerbsvorteile schaffen und auf der Angebotsseite zu Überkapazitäten beitragen.“ Die OECD erfasst die Subventionen für die 525 der weltweit größten Industrieunternehmen in einer Datenbank.

Dazu gehören staatliche Zuschüsse, Steuervergünstigungen und zinsvergünstigte Kredite. Diese Unterstützung hat zu einem starken Marktanteilsgewinn von chinesischen Unternehmen geführt, was kritisiert wird, da sie unfaire Wettbewerbsvorteile schafft.

Die OECD fordert eine globale Regelung der Subventionen, um den faireren und nachhaltigeren Wettbewerb zu gewährleisten.

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