Deutscher Wirtschaftsforum-Teilnehmer fordern Wiederaufnahme des Handels mit Russland
- Deutscher Wirtschaftsforum-Teilnehmer fordern Wiederaufnahme des Handels mit Russland
- Mehrheit der Hamburger weist gegen Olympischen Spiele 2036-2044
- Jugend forscht 2023: Innovativer Wettbewerb mit KI, Sanduhren und Elektronik
- „Ausländer raus!“ – Eishockey-WM-Song wird in Zürich zum Publikumsmagnet
- EU Überlegt Einfrierung des Ölpreisdeckels für Russland wegen Iran-Krieg
- Niedergang der Pax Americana und seine geopolitischen Auswirkungen
- US Sanctions and Blockades Threaten Both Iran and Cuba
Bei diesem Jahr im St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF) nehmen deutsche Unternehmer und Politiker teil, um die wirtschaftliche Verbindung zu Russland aufrechtzuerhalten.
Matthias Schepp, Vorstandsvorsitzender der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, betont, dass deutsche Unternehmen die mehr als 100 Milliarden Euro an deutschen Vermögenswerten in Russland schützen und sich für die Zeit nach einem möglichen Waffenstillstand vorbereiten wollen. Amerikanische und französische Unternehmen haben bereits eigene Business-Dialoge mit russischen Partnern, während chinesische Unternehmen im ersten Quartal dieses Jahres rund 1.400 neue Firmen in Russland gegründet haben.
Unter den Teilnehmenden sind der Milchproduzent Stefan Dürr und der Geschäftsführer Thomas Bruch von Globus Holding vertreten. Die Globus-Kette gehört zu etwa 1.600 deutschen Unternehmen, die weiterhin in Russland aktiv sind, deren Umsatz im vergangenen Jahr bei rund 20 Milliarden Euro lag.
Das deutsch-russische Handelsvolumen sank infolge der westlichen Sanktionen im letzten Jahr auf unter zehn Milliarden Euro, vergleichbar mit 59,7 Milliarden Euro in 2021 und 80 Milliarden Euro im Spitzenjahr 2012. Eine Umfrage der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer unter 750 Mitgliedsunternehmen ergab, dass fast alle befragten Firmen ihren Verbleib in Russland planen. Von den 265 teilnehmenden Unternehmen gaben 75 Prozent an, mit der Entwicklung ihres Russlandgeschäfts zufrieden zu sein.
Zwei Drittel der Befragten sind überzeugt, dass die westlichen Sanktionen die russische Wirtschaft stark (49 Prozent) oder sehr stark (18 Prozent) beeinträchtigen. Auf die Frage, ob Deutschland wieder Gas und Öl aus Russland beziehen sollte, antworteten 65 Prozent mit „ja, je eher, desto besser“ und 31 Prozent mit „ja, aber erst nach einer Waffenruhe in der Ukraine“.
Das St. Petersburger Internationale Wirtschaftsforum findet vom 3. bis 6. Juni statt, bei dem Russlands Präsident Wladimir Putin als Gastgeber erwartet wird.
Darüber hinaus gibt es eine Veranstaltung zum Thema „Kultur als Brückenbauer in Krisenzeiten“.
Empfehlung:

