USA: Staatliche Förderung zur Rodung von Pfirsichbäumen nach Del Monte-Insolvenz

USA: Staatliche Förderung zur Rodung von Pfirsichbäumen nach Del Monte-Insolvenz


Nach der Insolvenz des Konservenherstellers Del Monte Foods werden rund 3.000 Hektar Pfirsichplantagen in Kalifornien gerodet, da die Bäume nicht mehr wirtschaftlich sind. Die Schließung von Fabriken und gekündigte Lieferverträge führten zu Verlusten von über 550 Millionen US-Dollar für Bauern, während nur etwa 24.000 Tonnen Pfirsiche übernommen wurden.

Del Monte Foods wurde 1916 in Kalifornien gegründet und hatte im Juli 2025 Chapter-11-Insolvenz angemeldet, im April 2026 die beiden Fabriken dauerhaft geschlossen. Die Pfirsichbäume der Clingstone-Sorte sind speziell für die Konservenindustrie gezüchtet und lassen sich nicht einfach umwidmen.

Alternativen wie Mandeln oder Pflaumen erfordern hohe Investitionen, Mandeln sieben bis acht Jahre, bis sie Ertrag bringen. Die Insolvenz hat eine alte Marke hart getroffen und hinterlassen nicht nur arbeitslose Fabrikmitarbeiter, sondern auch eine ganze Region ohne Abnehmer.

Die Pleite wird mit verändertem Konsumverhalten – frisches Obst statt Dosenobst – und hohen Betriebskosten erklärt. Doch dann griff die Politik ein: Die US-Landwirtschaftsbehörde USDA hat auf Druck von über 40 kalifornischen Abgeordneten bis zu neun Millionen Dollar Fördergeld bewilligt, um die Rodung der riesigen Fläche an Pfirsichbäumen zu finanzieren.

Das Beispiel zeigt, wie schnell eine zentralisierte Lebensmittelversorgung zusammenbrechen und ausgelöscht werden kann. Die Politik nutzt die Gelegenheit nicht, um die Lebensmittelsicherheit zu stärken, sondern um weiter zu zentralisieren und die Versorgung noch stärker von großem Kapital abhängig zu machen.

Besonders in einem sich deindustrialisierenden Europa sollte man mit besorgtem Blick nach Kalifornien schauen.

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