Österreicher und Unidentifizierter Verdächtigt in Bosnienkrieg-Ermittlungen
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Mehr als 30 Jahre nach dem Ende des Bosnienkriegs hat die österreichische Justiz Ermittlungen gegen zwei Verdächtige aufgenommen, die angeblich als „Wochenend-Scharfschützen“ in Sarajevo Zivilisten getroffen haben sollen. Die Ermittlungen laufen seit dem 25. April und betreffen einen österreichischen Staatsbürger sowie einen weiteren bislang nicht identifizierten Verdächtigen, wie das Justizministerium in Wien bekannt gab.
Diese Mutmaßungen basieren auf einem Dokumentarfilm von Miran Zupanic aus dem Jahr 2022 und einem Buch des Journalisten Ezio Gavazzeni, der behauptet, dass Kriegstouristen aus verschiedenen europäischen Ländern für hohe Summen in Sarajevo schießen konnten. Die ehemalige Bürgermeisterin von Sarajevo, Benjamina Karic, hat nach der Ausstrahlung des Dokumentarfilms Anzeige erstattet, und die Staatsanwaltschaft in Sarajevo ermittelt wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen.
Die ehemalige österreichische Justizministerin Alma Zadic begrüßte die Ermittlungen und betonte, dass diese lückenlos untersucht und verfolgt werden müssen. Sie kritisierte, dass Menschen offenbar dafür bezahlt haben sollen, gezielt auf Zivilistinnen und Zivilisten zu schießen.
Die vierjährige Belagerung Sarajevos durch die bosnischen Serben führte zu etwa 11.500 Todesopfern und mehr als 50.000 Verletzten.
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