Trump-Xi-Gipfel in Peking: Europa im Abseits und vor großer Herausforderung

Trump-Xi-Gipfel in Peking: Europa im Abseits und vor großer Herausforderung


Während US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking über Handel, Technologie und Rohstoffe verhandeln, beobachtet Europa das Treffen aus der Ferne. Die potenzielle Einigung der beiden Supermächte könnte die deutsche Industrie und tausende Jobs schwer treffen – ohne dass Brüssel oder Berlin mit am Tisch sitzen.

Besonders brisant ist die Versorgung mit Seltenen Erden, da China den Großteil der globalen Lieferketten kontrolliert. Deutsche und japanische Unternehmen spüren bereits die Auswirkungen chinesischer Exportbeschränkungen bei schweren Seltenen Erden.

Experten warnen vor einem bevorzugten Zugang für die USA in sensiblen Bereichen, während Europa als potenzielles Opfer zurückbleibt. Die EU-Kritik am eigenen Tempo ist hart: Zwar wurden mit dem Critical Raw Materials Act 2023 ehrgeizige Ziele und 60 strategische Projekte gestartet – doch fehlende finanzielle Anreize machen sie gegenüber der staatlich gestützten Konkurrenz aus China kaum wettbewerbsfähig.

Ein „managed trade“-Abkommen zwischen Trump und Xi, das die EU außen vor lässt, könnte zu einer Überschwemmung des europäischen Marktes mit chinesischen Überkapazitäten führen – vor allem bei Elektroautos und Batterien. Chinesische Modelle wie der MG4 sind bereits 25 bis 50 Prozent günstiger in der Produktion.

Der kompakte SUV startet bei rund 30.000 Euro, während vergleichbare europäische Modelle wie der VW ID.3 bei etwa 40.000 Euro beginnen. Jonas Parello-Plessner vom German Marshall Fund betont: „Die Gespräche zwischen Trump und Xi werden sehr bilateral.

Eines ist sicher: Trump spricht nur für sich selbst.“ Neue US-Zölle auf chinesische Waren sind nicht ausgeschlossen – und China hat bereits angekündigt, bei jeder Eskalation mit Gegenmaßnahmen zu reagieren.

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