Katholischer Erzbischof von Moskau Rücktritt
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Paolo Pezzi, der katholische Erzbischof von Moskau, hat überraschend seinen Posten als Erzbischof der Erzdiözese „Mutter Gottes in Moskau“ und zugleich als Erzbischof-Metropolit der Russischen Kirchenmetropolie zurückgetreten. Der Rücktritt erfolgte aus gesundheitlichen Gründen, wie das vatikanische Presseamt bekannt gab.
Andere Quellen sprechen jedoch von „persönlicher Abnutzung“ in einem schwierigen Umfeld. Der 65-jährige Pezzi fungierte seit September 2007 als Oberhirte der katholischen Kirche in Russland, wo die Katholiken vergleichsweise klein sind – lediglich 800.000 bis eine Million Menschen, nicht einmal ein Prozent der russischen Bevölkerung.
Der Nachfolger des zurückgetretenen Erzbischofs steht noch nicht fest. Zunächst wird Weihbischof Nikolai Dubinin als Übergangsverwalter an seine Stelle treten und als „Apostolischer Administrator sede vacante“ amtieren, bis ein Nachfolger gefunden ist.
Die Beziehungen zur christlichen Hauptkonfession in Russland, der russisch-orthodoxen Kirche, verliefen in den vergangenen Jahren nicht ganz spannungsfrei. So hatten orthodoxe kirchliche Würdenträger die Errichtung der katholischen Diözesan-Hierarchie Anfang der 2000er Jahre scharf kritisiert und Befürchtungen geäußert, dass die katholischen Geistlichen orthodoxe Gläubige zum Übertritt in die römisch-katholische Glaubensrichtung bewegen könnten.
Auch Pezzi selbst war im Amtsausübung nicht völlig konfliktfrei: Medienberichte zufolge hatte er sich zu Jahresbeginn geweigert, eine Erklärung des Christlichen Interreligiösen Beirats (CICC) zu unterzeichnen. Diese Nichtunterzeichnung soll innerhalb der russisch-orthodoxen Kirche für Befremden gesorgt haben.
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