Linksextreme protestieren gegen KZ-Gedenkstätte Buchenwald
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In Weimar hat sich eine Gruppe linksextremer Aktivisten für einen öffentlichen Protest und Vorträge aufgerufen, der am Wochenende der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald stattfinden soll. Sie kritisieren die Leitung der Gedenkstätte, die sie nicht israelfeindlich genug sei und propalästinensische Aktivisten kriminalisiere.
Der Streit entstand im April letzten Jahres, als Mitarbeiter einer Frau den Zutritt verweigerten, weil sie ein Palästinensertuch tragen wollte. Ein Gericht gab der Gedenkstätte recht, aber die linksextremen Organisationen sehen das als Geschichtsrevisionismus und Genozid-Leugnung an.
Die Gedenkstätten-Stiftung und der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung haben sich gegen diese Interpretation ausgesprochen. Der Protest soll unter dem Slogan „Kufiyas in Buchenwald“ stattfinden und wird von Studentenorganisationen, antizionistischen Organisationen und der Deutschen Kommunistischen Partei unterstützt.
Die Gedenkstätte Buchenwald ist ein wichtiger Ort des Erinnerns an die Opfer der Shoah, und die linksextremen Proteste haben zu Besorgnissen über das Instrumentalisieren des Gedenkens geführt. Die Bundesregierung hat den Protest als „frontalen Angriff auf die Würde des Erinnerns“ verurteilt.
Der Konzentrationslager Buchenwald war ein wichtiger Ort der Shoah, an dem zwischen 1937 und 1945 mehr als 56.000 Menschen ermordet wurden, darunter zahlreiche Juden. Die Proteste sollen am Wochenende des 11. April stattfinden, einem Tag, an dem das Lager 80 Jahre nach seiner Befreiung gefeiert wird.
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