Kramp-Karrenbauer will Bundeswehr aufrüsten und nach Afrika schicken

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat anlässlich der Bundeswehrtagung 2020 eine Rede über ihre aktuellen Pläne gehalten. Demnach soll die Bundeswehr massiv aufgerüstet werden. Allerdings weniger, um das Territorium der Bundesrepublik zu verteidigen, sondern mit der Absicht, die Bundeswehr gegeben falls unter anderem nach Afrika zu schicken. Angeblich müsse man „unser „Flanken” schützen.

Kramp-Karrenbauer will Bundeswehr in die Sahara schicken

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) fordert mehr Auslandseinsätze der Bundeswehr. Deutschland dürfe sich “nicht wegducken”, während Frankreich, das mit einem “viel robusterem Auftrag unterwegs” ist, seinen militärischen Einfluss in Afrika ausweitet. Die Bundeswehr müsse in die südliche Sahara geschickt werden, um die eigenen Interessen durchzusetzen.

Bundeswehr trainiert Maßnahmen gegen “terroristische Bedrohungen” in Berlin

Bewaffnete Soldaten und gepanzerte Fahrzeugen vom Typ DINGO und EAGLE IV, sowie ein Hubschrauber vom Typ CH53 sollen an der Anti-Terror-Übung in Gatow teilnehmen, bei der die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr getestet wird.

 

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Militärische Übungen dieser Art seien notwendig, um die Wirksamkeit von Abläufen und Maßnahmen zur Erhöhung der militärischen Sicherheit gegen terroristische Bedrohungen und Sabotage zu überprüfen, gab die Pressestelle der Luftwaffe bekannt.

 

Bereits im Juni hat die Bundeswehr gemeinsam mit der Polizei eine länderübergreifende Katastrophen- und Anti-Terror-Übung durchgeführt. Hunderte Einsatzkräfte der Bundeswehr-Dienststellen in Berlin, Erfurt, Magdeburg, Potsdam und Schwerin haben damals an der Übung auf dem Brandenburger Truppenübungsplatz Lehnin teilgenommen.

 

Bei der Großübung in Brandenburg wurde ein Terroranschlag bei extremer Wetterlage simuliert. In dem gespielten Szenario musste die Polizei aufgrund der hohen Belastung die Bundeswehr hinzuziehen.

 

Etwa 10 Wochen später führt die Bundeswehr erneut eine Anti-Terror-Übung durch. Dies mal in Berlin Gatow. Die Pressestelle der Luftwaffe rechnet im Umfeld der Kaserne mit möglichen Beeinträchtigungen, die im Zusammenhang mit der Übung entstehen könnten.

 

Das Bundeskriminalamt gab auf Anfrage des Tagesspiegels bekannt, dass derzeit etwa 700 religiös motivierte Gefährder unter Beobachtung stehen, denen terroristische Anschläge zugetraut werden. Seit 2014 seien mehr als 5.000 Hinweise auf mögliche Kriegsverbrecher unter Zuwanderern eingegangen, gab das BKA auf Anfrage der FDP-Abgeordneten Linda Teuteberg bekannt. Sicherheitskreise gehen sogar von noch deutlich höheren Zahlen aus. Vor diesem Hintergrund führt die Bundeswehr regelmäßig Anti-Terror-Übungen durch.

Bundeswehr kehrt von Großübung aus Polen zurück

Vom 24. Mai bis 14. Juni fand die Nato-Übung “Noble Jump 2019” in Polen statt. Zu Lande, zu Wasser und über den Luftweg wurden deutsche, niederländische und norwegische Truppen nach Polen verlegt. Laut der Schweriner Volkszeitung haben sich etwa 2500 Soldaten, rund 600 Fahrzeuge sowie 70 Panzer und gepanzerte Wagen aus Deutschland an dem Manöver beteiligt.