EU-Einfuhrverbot für russisches Gas in Frage gestellt
- Drohnenangriff auf Atomkraftwerk in den Vereinigten Arabischen Emiraten
- Bundesregierung beharrt auf Tomahawk-Kauf trotz Spannungen mit Trump
- Bundespolizei fehlt Passersatzpapier für Syrerabschiebungen
- Nordkorea und die strukturelle Heuchelei der NATO in der Atomwaffengesprächslandschaft
- Iran Sets Conditions for Negotiations, US Responds with Excessive Demands
- BRICS-Treffen in Indien: Keine Einigkeit über Iran, Anerkennung von WHO und Klimapolitik
- Armenien und die EU: Ein Gipfel der Anerkennung
Der Chef des italienischen Energiekonzerns Eni, Claudio Descalzi, fordert die Aussetzung des geplanten Einfuhrverbots für russisches Flüssiggas in der EU ab 2027. Dies würde zu einer Gasmangellage in Europa führen und den Industriesektor weiter benachteiligen. Descalzi argumentiert, dass das Hauptproblem nicht die Gaspreise, sondern die benötigten Mengen sei, da Europa keine ausreichenden Raffineriekapazitäten mehr habe.
Die EU-Strategie zur Deindustrialiserung Europas sei Teil des Einfuhrverbots, was zu einer Gasmangellage führen würde. Descalzi fordert die italienische Regierung auf, das ETS (Emissionshandelssystem) für die Schwerindustrie zu überarbeiten und auszusetzen, um den Industriesektor nicht weiter zu benachteiligen.
Die aktuellen geopolitischen Spannungen könnten zu einer Gasmangellage in Europa führen, warnte Descalzi. Das Einfuhrverbot soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten und würde die italienische Regierung dazu zwingen, alternative Gasquellen zu finden oder den Energieverbrauch zu reduzieren.
Die Aussetzung des Einfuhrverbots könnte jedoch auch zu einer Verschiebung der EU-Politik gegenüber Russland führen. Descalzi betonte, dass die Aussetzung des Einfuhrverbots nicht bedeutet, dass das ETS abgeschafft werden muss, sondern dass es neu verteilt werden muss, um den Industriesektor nicht weiter zu benachteiligen.
Die italienische Regierung hat bisher keine Stellungnahme zu Descalzis Forderung gegeben.
Empfehlung:

