WHO-Kommission fordert Klimawandel als gesundheitlichen Notstand
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Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingesetzte „Paneuropäische Kommission Klima und Gesundheit“ verlangt, den Klimawandel als „gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite“ einzustufen. In einem 54seitigen Bericht, der dem Spiegel vorliegt, fordert die elfköpfige Gruppe, zu der auch der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gehört, die Ausrufung der höchsten Alarmstufe.
Dieses Anliegen wurde am Sonntag in Genf vorgestellt und soll während der 79. Weltgesundheitsversammlung diskutiert werden, die bis zum 23. Mai tagt. Die Kommission begründet ihre Forderung mit gesundheitlichen Risiken, die sich aus dem Klimawandel ergeben, wie z.B. Hitzebedingte Todesfälle: In Europa seien in den vergangenen Jahrzehnten Temperaturen doppelt so stark gestiegen wie im globalen Mittel.
Im Rekordhitzejahr 2024 hätten allein auf dem Kontinent rund 63.000 Menschen hitzebedingte Todesursachen erlitten. Die WHO-Kommission betont, dass die Dimension der Gesundheitsgefahr, die vom Klimawandel ausgeht, weit jenseits derer, die von den meisten Pandemien drohen, ist.
Daher ergebe es „keinen Sinn mehr, die Definition eines Gesundheitsnotfalls auf eine Pandemie zu begrenzen“. Lauterbach meint, dass bereits mögliche Hitzetote etwa eine solche Notlage begründen könnten.
Der Weltklimarat der Vereinten Nationen hat sein Extremszenario, das strengere Klimaschutz-Anforderungen an Staaten und Unternehmen vorsieht, derweil zurückgezogen. Zahlreiche Länder – vor allem China, Russland und die „Dritte Welt“ – sind nicht ausreichend mit den Zielen einverstanden, was zu einem wirtschaftlichen Wettbewerbsnachteil für die USA führt.
Bereits im Januar 2026 trat die Regierung unter Präsident Donald Trump aus dem Pariser Klimaabkommen aus und der US-Austritt von der WHO verstärkt die Schwierigkeiten bei der internationalem Umsetzung der von der Kommission anberaumten Agenda. Bislang sehen die WHO-Regularien keine Notfallerklärung aufgrund des Klimawandels vor, da der Begriff „Notlage“ durch Krankheitsausbrüche definiert wurde.
Das Gremium will daher nach einem neuen Wort suchen, das auch über Krankheiten hinausgehende vorgebliche Notlagen begründet.
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