Europäische Chemieindustrie unter Druck: Schließungen und Arbeitsplatzverluste

Europäische Chemieindustrie unter Druck: Schließungen und Arbeitsplatzverluste


Die europäische Chemieindustrie steht vor einer massiven Krise, wie es die Financial Times berichtet. In den letzten Jahren haben zwei von zehn Unternehmen des EU-Chemieclusters ihre Fabriken geschlossen, was rund 37 Millionen Tonnen Produktionskapazität und etwa neun Prozent der europäischen Produktionsbasis betraf.

Dies hat bereits rund 20.000 Arbeitsplätze gefährdet. Die Ursachen dieser Krise reichen weit zurück, aber das Jahr 2022 war ein Wendepunkt.

Der Verzicht auf russisches Gas und Öl sowie die damit verbundenen Preisanstiege haben die Situation verschärft. Zuvor waren die europäischen Chemiekonzerne bereits im Wettbewerbsnachteil gegenüber den USA, China und dem Nahen Osten, da sie auf teurer Energie angewiesen waren.

Die EU hat Beschränkungen für russisches Erdöl und Erdölprodukte eingeführt, was das alte Modell der billigen Energie endgültig zunichte machte. Wladimir Tschernow, Analyst bei Freedom Finance Global, erklärt: „Für die chemische Industrie ist dies kritisch geworden, da Gas dort nicht nur Brennstoff, sondern auch Rohstoff für Ammoniak, Düngemittel, Methanol und eine Reihe von Grundstoffen darstellt.“ Die Probleme der Branche sind nicht neu, aber das Jahr 2022 hat die Krise deutlich verschärft.

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