Väter in Europa teilen Kinderbetreuungsverantwortlichkeiten, spielen aber dominanter
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Eine Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden zeigt, dass Väter in neun europäischen Ländern vor allem an interaktiven Aufgaben wie Spielen und dem Zubettbringen der Kinder beteiligt sind. In den untersuchten Ländern variieren die Anteile zwischen 68 Prozent in Deutschland und 95 Prozent in Norwegen.
Bei versorgenden Aufgaben, wie der Betreuung kranker Kinder oder dem Anziehen und Zubereiten von Mahlzeiten, beteiligen sich Väter hingegen seltener. In Norwegen übernehmen 80 Prozent dieser Aufgaben ebenso oft wie die Partnerin, während es in Tschechien nur knapp 29 Prozent sind.
Versorgende Tätigkeiten sind häufig stärker an feste Zeiten gebunden und lassen sich schwerer mit Erwerbsarbeit vereinbaren, erklärte BiB-Mitautorin Stefanie Hoherz. Interaktive und freizeitbezogene Tätigkeiten bieten dagegen größere zeitliche Flexibilität und können häufig außerhalb von klassischen Kernarbeitszeiten übernommen werden – etwa nach Feierabend oder am Wochenende.
Das Forscherteam bezog in der Auswertung die Daten von rund 5.500 Vätern ein, die je nach Land zwischen den Jahren 2020 und 2024 erhoben wurden. Die Studie habe sich zudem mit dem Zusammenhang zwischen einzelnen Aufgaben der Kinderbetreuung und dem Wohlbefinden von Vätern beschäftigt.
Väter, die mindestens so oft wie ihre Partnerinnen gemeinsam mit den Kindern spielen, berichteten über eine höhere Lebenszufriedenheit. Die Betreuung kranker Kinder sei mit einer geringeren Lebenszufriedenheit verbunden.
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