Kritik an Zuckersteuer: Wirkungsloses „Bürokratiemonster“ oder effektives Gesundheitsinstrument?
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Die Bundesregierung plant die Einführung einer Zuckersteuer auf gesüßte Getränke, um Mehreinnahmen für die Krankenkassen zu erzielen. Ziel ist es, den Zuckerverbrauch durch steuerliche Maßnahmen zu reduzieren und damit Gesundheitsprobleme wie Übergewicht, Typ-2-Diabetes sowie Karies vorbeugen zu können.
Die erhofften Mehreinnahmen von 450 Millionen Euro jährlich sollen dem Gesundheitswesen zugutekommen. Experten rechnen jedoch mit Kostenersparnissen von 20 bis 170 Millionen Euro, da durch die Steuer der Zuckerkonsum sinken könnte.
Die deutsche Zuckerindustrie und Getränkehersteller wie „Spezi“ kritisieren das Vorhaben als bürokratisches Ungetüm. Günter Tissen von der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) argumentiert, dass eine Zuckerabgabe nicht zu einem Rückgang des Übergewichts geführt hat und stattdessen eine bedeutende Belastung für die regionale Lebensmittelproduktion bedeuten würde.
Sebastian Priller von „Spezi“ befürchtet, dass die Steuer zu einer Verteuerung seines Produkts führen könnte, was wiederum dem Unternehmen schaden könne. Andererseits sehen Befürworter wie die Epidemiologin Nina Rogers von der Cambridge University eine positive Wirkung: Sie argumentieren, dass der Zuckergehalt bei Softdrinks nach der Einführung der Sondersteuer in Großbritannien zurückging.
Trotz dieser positiven Erfahrungen ist es jedoch nicht eindeutig, ob die bei der Einführung einer Zuckersteuer intendierten Wirkungen tatsächlich eintreten werden.
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