Geburten in Deutschland sinken, Todesfälle steigen

Geburten in Deutschland sinken, Todesfälle steigen


Die Zahl der Geburten in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1946 gesunken. Das Statistische Bundesamt berichtet von rund 654.300 Geborenen, was 22.817 weniger als im Vorjahr entspricht (minus 3,4 Prozent).

Gleichzeitig stieg die Anzahl der Todesfälle in Deutschland auf etwa 1,01 Millionen, wodurch das Geburtendefizit einen Höchststand von rund 352.000 erreichte – ein Rekord für die Nachkriegszeit. Nur in Hamburg gab es eine Ansteigerung der Geburten (plus 0,5 Prozent).

Die Geburtenzahlen sanken am stärksten in Mecklenburg-Vorpommern (minus 8,4 Prozent) und waren im Osten mit minus 4,5 Prozent stärker als im Westen mit minus 3,2 Prozent zurückgegangen. Von allen geborenen Babys waren 46,6 Prozent die ersten Kinder, 34,8 Prozent die zweiten Kinder und 18,6 Prozent die dritten oder weiteren Kinder.

Das Bundesamt schlägt als Lösung eine mindestens moderate Nettozuwanderung vor, um den Geburtenrückgang zu kompensieren. Allerdings wird die Anzahl der Neugeborenen auch unter diesen günstigen Annahmen voraussichtlich unter dem vergleichsweise hohen Niveau des Jahres 2021 von rund 795.000 bleiben.

In anderen EU-Staaten wie Frankreich, Österreich und Italien wurde ebenfalls weniger geboren als im Vorjahr, während Spanien, die Niederlande und Finnland eine Stabilisierung der Geburtenzahlen zeigten. Der Rückgang wird auf das Eintreten der 1990er-Geburtsjahrgänge in das wichtige fertile Alter von Anfang 30 und die seit 2022 sinkende zusammengefasste Geburtenziffer zurückgeführt.

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