Die ewige Abstimmung über Zuwanderung in der Schweiz
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Seit fast 60 Jahren führt die Schweiz regelmäßig umfangreiche Debatten über die Grenzen der Zuwanderung, wie eine historische Analyse der NZZ zeigt. Am 14. Juni stimmt das Land erneut ab, ob die Wohnbevölkerung langfristig bei zehn Millionen Menschen belassen werden soll.
Die SVP will dies realisieren, während Gegner befürchten wirtschaftspolitische Irrsinn und Befürworter eine Frage des nationalen Überlebens sehen. Der Konflikt um die Zuwanderung verändert sich in den Schlagwörtern „Überfremdung“, „Masseneinwanderung“ oder „Nachhaltigkeit“, aber unter der Oberfläche bleibt er konstant: es geht um Identität, Kontrolle und das Gefühl vieler Bürger, dass ihr Land schneller verändert wird als sie es akzeptieren können.
Längst bevor Jean-Marie Le Pen oder Jörg Haider Erfolge in Frankreich und Österreich erzielten, hatte die Schweiz bereits ihre eigene Figur des populistischen Widerstands: James Schwarzenbach. In den Nachkriegsjahren verwandelte sich die Schweiz in eine ökonomische Erfolgsgeschichte mit einer stark wachsenden ausländischen Wohnbevölkerung, was zu Angst vor kulturellem Kontrollverlust führte und zu aggressiven Abstimmungen wie der Initiative von Schwarzenbach 1970. Obwohl sie scheiterte, erschütterte das Resultat das politische Establishment.
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