Ischgl-Studie: 85 Prozent der Corona-Infektionen blieben unbemerkt – News 23

Ischgl-Studie: 85 Prozent der Corona-Infektionen blieben unbemerkt

Der österreichische Ort Ischgl galt als Corona-Hotspot. Als „Epizentrum“ und „Brennpunkt“ wurde der Ort in den Massenmedien bezeichnet. Das sogenannte Coronavirus hätte sich dort angeblich rasant ausgebreitet. Im Zuge dessen nahmen fast 80 Prozent der Bewohner an einer Studie teil und ließen sich auf SARS-CoV-2 testen. Dabei kam heraus, dass 85 Prozent der Corona-Infektionen unbemerkt verliefen und 42 Prozent der Studienteilnehmer bereits Antikörper entwickelt hatten.

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Ein „neuartiges“ Virus bedrohe die Gesellschaft und das Gesundheitssystem, behaupteten Politiker und Virologen gebetsmühlenartig. Doch immer mehr Studien zeigen, dass eine Infektion mit SARS-CoV-2 in den allermeisten Fällen völlig harmlos verläuft. Bei einer Studie aus Ischgl kam heraus, dass bis zu 85 Prozent der Infizierten nicht mal bemerkt haben, dass sie infiziert waren. Außerdem hatten 42 Prozent der Probanden bereits Antikörper und waren somit immun.

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„Die Antikörpertests, die im Rahmen dieser Studie durchgeführt wurden, bestätigen, dass die Durchseuchung in der Ischgler Bevölkerung tatsächlich hoch ist“, zitierte das Redaktionsnetzwerk Deutschland den Epidemiologen Peter Willeit von der Universitäts-Klinik für Neurologie in Innsbruck. „85 Prozent derjenigen, die die Infektion durchgemacht haben, haben das unbemerkt durchgemacht“, fügte er hinzu.

Eine weitere Studie aus Spanien stellt auch die Hypothese der globalen Ausbreitung des Virus in nur drei Monaten infrage. Forscher der Universität Barcelona Gemma Chavarria-Miró haben Untersuchungen durchgeführt, die darauf hinweisen, dass SARS-CoV-2 bereits deutlich länger im Umlauf sein könnte als bisher bekannt. Demnach wurde eine Abwasserprobe aus Barcelona vom 12. März 2019 untersucht und positiv auf das Virus getestet. Nun besteht der Verdacht, dass SARS-CoV-2 schon relativ lange unterwegs ist und niemand es bemerkt hat, weil die allermeisten Infektionen harmlos verlaufen.

In Ischgl lag die Sterberate lediglich bei 0,25 Prozent und bewegt sich somit im Rahmen einer ernsten Grippewelle. Trotzdem versuchen Virologen die Faktenlage zu dramatisieren. „Denn selbst wenn relativ gesehen 85 Prozent keine Symptome zeigten (…), dann würden 15 Prozent trotzdem symptomatisch erkranken und das Virus, eben weil es so infektiös ist, früher oder später jeden infizieren, wenn wir es sich ohne Maßnahmen einfach so weiterverbreiten ließen“, zitierte MERKUR den Virologen Friedemann Weber. „Das würde auch bei einer Sterblichkeitsrate von 0,25 Prozent und 80 Millionen Deutschen 200.000 Tote und damit große Leichenberge bedeuten.“ Doch dabei handelt es sich um eine „Milchmädchenrechnung“. Denn sobald sich eine bestimmte Menge von Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert haben, entwickelt sich eine Art Herdenimmunität, so dass sich das Virus nicht mehr weiter ausbreiten kann. Bis dahin müsse man lediglich die Risikogruppen schützen.

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