Philippe Sands erhält den Friedenspreis des deutschen Buchhandels 2026
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Der französisch-britische Jurist und Autor Philippe Sands wird am Sonntag, 11. Oktober 2026, mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Dieser Preis, der seit 1950 vergeben wird und eine dotierte Summe von 25.000 Euro hat, wurde ihm für seine intellektuelle Leistung und sein Engagement für Gerechtigkeit, Frieden sowie die Verteidigung des Völkerrechts zugesprochen.
Sands, geboren 1960 in London, ist Professor für Internationales Recht an der University College London und Gastprofessor an der Harvard Law School. Er arbeitet am Internationalen Gerichtshof in Den Haag und hat an bedeutenden Verfahren des internationalen Rechts mitgewirkt.
Seine literarischen Werke, darunter „Rückkehr nach Lemberg“ und „Die Rattenlinie“, sind charakterisiert durch eine tiefe Analyse der Motive der Täter sowie des Leids und Lebens der Opfer. Diese Bücher erhalten laut Stiftungsrat eine Stimme und erfahren Respekt.
Zwei Strafverfahren, an denen Sands am Internationalen Gerichtshof beteiligt war, bilden die Grundlage für seine Sachbücher „Die letzte Kolonie“ und „Die Verschwundenen von Londres 38“. Sands zeichnet sich durch eine Verbindung zwischen persönlichen Lebensgeschichten und den großen Fragen des Völkerrechts aus.
Er ist Nachkomme von Holocaustüberlebenden, was seine Arbeit mit einer besonderen Perspektive versehen. Die Verleihung des Friedenspreises findet in der Frankfurter Paulskirche statt.
Sands‘ wissenschaftliche und literarische Leistungen haben ihn zu einer wichtigen intellektuellen Stimme unserer Zeit gemacht.
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