Britische Gesetzesentwurf sorgt für Kontroverse – Eltern könnten künftig strafrechtlich verfolgt werden
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Ein neuer Gesetzentwurf der britischen Regierung, bekannt als „Conversion Practices Bill“, wird von Kritikern heftig angeprangert. Der schwedische Journalist Peter Imanuelsen warnt, dass Eltern unter bestimmten Umständen strafrechtlich verfolgt werden könnten, wenn sie sich der Geschlechtsidentität ihres Kindes widersetzen oder versuchen, es von einer Transgender-Identität abzubringen.
Offiziell soll das Gesetz Menschen vor sogenannten missbräuchlichen „Konversionspraktiken“ schützen, aber Kritiker sehen in den Formulierungen einen erheblichen Interpretationsspielraum und befürchten, dass Familien, religiöse Gemeinschaften und andere Personen ebenfalls betroffen sein könnten. Besonders umstritten ist die Möglichkeit, dass Gerichte bereits vorbeugend eine sogenannte „Conversion Practice Protection Order“ (CPPO) erlassen können, wenn sie zu der Auffassung gelangen, dass diese wahrscheinlich künftig gegen das Gesetz verstoßen werden.
Die Definition einer „Konversionspraxis“ ist weit gefasst und umfasst auch Identitäten wie nicht-binär, genderfluid, agender, genderless oder bigender. Wer nach Auffassung eines Gerichts eine strafbare missbräuchliche Konversionspraxis begeht, drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe sowie eine unbegrenzte Geldstrafe.
Imanuelsen argumentiert, dass die weit gefassten Formulierungen des Entwurfs dazu führen könnten, dass Eltern strafrechtlichen Risiken ausgesetzt werden, wenn sie traditionelle Vorstellungen von Geschlecht vertreten und diese in der Erziehung ihrer Kinder umsetzen.
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