Gewalt gegen Kinder in bewaffneten Konflikten erreicht neuen Höchststand
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Die UN-Sonderbeauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte, Vanessa Frazier, hat am 18. Juni 2025 in New York offiziell den neuen Höchststand der Gewalt gegen Kinder in bewaffneten Konflikten bekanntgegeben. Mehr als 14.000 Kinder wurden getötet oder verstümmelt – davon starben 6.266, 7.958 wurden verletzt.
Die meisten Fälle ereigneten sich in palästinensischen Gebieten und Israel, im Sudan, Myanmar, Syrien sowie in der Demokratischen Republik Kongo. Insbesondere unter den Getöteten waren mindestens 2.725 palästinensische Kinder.
Der UN-Bericht verzeichnet insgesamt mehr als 38.000 Verstöße gegen Kinderrechte, von denen rund 24.000 Kinder betroffen waren – ein Drittel davon Mädchen. Dies entspricht einem Anstieg von 7,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ist die höchste Zahl seit Beginn der UN-Erhebungen.
Erstmals gehen die meisten schweren Verletzungen von Kindern auf das Konto von Regierungstruppen und nicht von bewaffneten Gruppen. Neben Tötungen und Verstümmelungen listet der Bericht unter anderem Rekrutierung von Kindersoldaten, Entführungen, sexuelle Gewalt, Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser sowie die Verweigerung humanitärer Hilfe.
Die UN erklären den starken Anstieg mit anhaltenden Kämpfen, dem vermehrten Einsatz explosiver Waffen in dicht besiedelten Gebieten und den Risiken, die durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz bei der Zielauswahl entstehen. Viele der Vorfälle seien „bewusste Entscheidungen“ staatlicher Akteure gewesen, kritisierte Frazier.
Als Beispiel nannte sie den Angriff auf eine Drohnenfabrik neben einer Schule: „Es ist eine operative Entscheidung, ob man Waffen einsetzt, die nur das Ziel treffen oder auch Zivilisten gefährden.“ Die meisten Verstöße insgesamt wurden in den palästinensischen Gebieten und Israel, in der Demokratischen Republik Kongo, Nigeria, Myanmar und Somalia registriert.
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