Ebola-Ausbruch in Kongo weitet sich weiter, WHO alarmiert
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Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo wächst laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowohl in Bezug auf die Fallzahlen als auch geografisch. Olivier le Polain, Leiter der Epidemiologie und Analytik der WHO, warnte vor einem deutlich größeren Ausmaß des Ausbruchs als bisher bekannt.
Die Kapazität von 250 Isolationsbetten in den betroffenen Provinzen reicht nicht aus, um die aktuelle Situation zu meistern. Mitte Mai hatte die WHO eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen, was ihre zweithöchste Alarmstufe darstellt.
Bislang wurden 676 Infektionsfälle und 136 Todesfälle bestätigt. Das benachbarte Uganda verzeichnete 19 Infektionsfälle, fast alle bei eingereisten kongolesischen Staatsangehörigen, wobei zwei der Infizierten starben.
Die Afrikanische Union meldete, dass die Lage in Uganda unter Kontrolle sei. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef warnte vor einem Anstieg der Fälle bei Kindern in den kommenden Wochen durch Übertragungen innerhalb von Haushalten.
In der Provinz Ituri, dem Zentrum des Ausbruchs, seien mehr als die Hälfte der Kinder unter fünf Jahren chronisch mangelernährt und somit sehr verletzlich. Die Übertragung des Ebola-Virus erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Infizierten, wobei die Inkubationszeit bis zu drei Wochen betragen kann.
Die aktuelle Epidemie wird von der erstmals 2007 nachgewiesenen seltenen Bundibugyo-Variante des Virus verursacht, gegen die noch keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie existieren.
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