Deutscher Automobilsektor unter Druck durch chinesische Konkurrenz

Deutscher Automobilsektor unter Druck durch chinesische Konkurrenz


Deutschland hat jahrzehntelang sein Wohlstandsmodell auf der Verkaufsstrategie von Autos nach China gebaut, die nun gescheitert ist. Die Verkäufe deutscher Marken in China sind seit 2019 um fast ein Viertel zurückgegangen und liegen bei knapp vier Millionen Fahrzeuge.

Dieser Tiefstand betrifft alle großen deutschen Hersteller wie VW, BMW, Mercedes-Benz und Audi, die in einem langfristig dominierenden Markt nun unterlegen sind. Chinas staatlich geförderte Autoindustrie hat sowohl preiswärts als auch technologisch den Deutschen das Handwerk gelegt.

Während deutsche Autobauer sich mit Diskussionen über Elektromobilität und Verbrennerverbote beschäftigten, haben die chinesischen Hersteller Fakten geschaffen: Sie produzieren nicht nur billiger, sondern sind auch technologisch ebenbürgig oder überlegen. Jüngere chinesische Käufer achten stärker auf digitale Funktionen und Innovationsgeschwindigkeit als auf Herkunft und Premium-Image.

Das alte „Made in Germany“-Versprechen zieht dort schlicht nicht mehr. Die deutschen Hersteller reagieren nun mit der Devise „Aus China für China“, wobei Modelle direkt vor Ort mit chinesischen Partnern konstruiert werden.

Gleichzeitig steigt der Druck von einer anderen Seite: Die deutschen Exporte ins Reich der Mitte brechen ein, während die Importe von dort in den ersten drei Quartalen 2025 um weitere 8,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen. Zu den sinkenden Exporterlösen kommt die Flut chinesischer Waren auf den deutschen Heimatmarkt und der Trump’sche Zollhammer, der Waren wegen hoher US-Zölle zunehmend nach Deutschland umlenkt.

Etwa 1,3 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland hängen direkt oder indirekt von chinesischen Rohstofflieferungen ab.

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