Medienreaktion auf Niedersächsischen Medienpranger
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Chefredakteure mehrerer Zeitschriften haben sich in einem offenen Streit über den Medienpranger des Niedersächsischen Justizministeriums geäußert. Der Chefredakteur von Tichys Einblick, Roland Tichy, forderte eine Entfernung von „Antifa-Mitarbeitern“ aus Gerichten und Landesbehörden im Interesse eines Rechtsstaats und der Demokratie.
Die JUNGEN FREIHEIT hatte am Freitag Recherchen veröffentlicht, wonach das Niedersächsische Justizministerium mehrere Medien als Indikatoren für angeblichen Rechtsextremismus aufführte, darunter Tichys Einblick und Epoch Times. Diese Medien kritisieren sowohl die inhaltliche Einordnung als auch die Tatsache, dass eine staatliche Behörde mit erheblichen Steuermitteln solche Bewertungen vornimmt.
Ingo Langner von Cato bezeichnete die Finanzierung dieser Bewertung als „Skandal“ und vermutete, dass auf den genannten Stellen „Genossen und Sympathisanten der Antifa“ sitzen könnten. Florian Müller von Krautzone reagierte ironisch darauf, während Heinrich Sickl vom Freilich-Magazin warnte, dass solche Einstufungen zunehmend als Quellen für KI-Modelle oder Suchmaschinen dienen und damit politische Wertungen einen Anschein von Objektivität erhielten.
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