SWR-Fehler führt zu millionenschwerer Nachzahlungsforderung an Beitragsverweigerer
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Der Südwestrundfunk (SWR) hat einem Mann aus dem Kreis Böblingen eine Forderung von 1.042.026 Euro für Rundfunkbeiträge geschickt, obwohl der Betrag tatsächlich nur um die 600 Euro betrug. Das Schreiben wurde im Rahmen eines laufenden Vollstreckungsverfahrens an das Amtsgericht Böblingen versandt und erregte öffentliches Aufsehen.
Der SWR hat den Fehler als „ganz blödes Missgeschick“ bezeichnet, während der Beitragsservice die Echtheit des Schreibens bestätigte. Ein IT- oder Datenbankfehler wurde ausgeschlossen, und es sei noch nicht möglich, den genauen Fehlerhergang zu rekonstruieren.
Der Mann muss trotz des Fehlers 600 Euro bezahlen, da eine Kulanzregelung rechtlich nicht vorgesehen ist. Das Beitragsservice betreibt bundesweit rund 47 Millionen Beitragskonten, von denen etwa 3,7 Millionen in Mahnverfahren und für 1,6 Millionen Vollstreckungsersuche laufen.
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