Londoner Polizei plant Verfahren gegen 57 Personen und 20 Unternehmen im Grenfell Tower Fall
- OSZE-Vertreter kritisiert EU für rasche Konfrontationspolitik mit Russland
- DOJ-Praktiken bei Datenschutz und Strafverfolgung in Fokus
- Horst Seehofer kritisiert Bundesregierung für hohen AfD-Support in Sachsen-Anhalt
- Ayatollah Khamenei Calls for National Unity and Economic Reforms in Iran
- Kleine Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland schrumpfen stark
- USA: Staatliche Förderung zur Rodung von Pfirsichbäumen nach Del Monte-Insolvenz
- Flüchtlingskinder als Erwachsene: Großbritannien kämpft mit Fälschungen und Betreuungsaufwand
Neun Jahre nach dem tödlichen Hochhausbrand im Londoner Grenfell Tower, bei dem 72 Menschen ums Leben kamen, planen die Behörden nun das Vorbringen von Beweismitteln bis zum Herbst. Die Polizei will 57 Personen und 20 Unternehmen vor Gericht bringen, wobei die Vorwürfe auf fahrlässige Tötung, Amtsmissbrauch und Betrug lauten.
Das Feuer im Juni 2017 breitete sich innerhalb einer halben Stunde aus und wurde durch eine hoch brennbare Fassadenverkleidung verschlimmert. Ein 2024 veröffentlichter Untersuchungsbericht sah in dem Brand die Folge von „jahrzehntelangem Versagen“ der Regierung und „systematischer Unehrlichkeit“ von Baustofffirmen, was alle Todesfälle vermeidbar gemacht hätte.
Überlebende klagten in der Vergangenheit Zögerlichkeit bei den Ermittlungen und Reformen im Wohnungsbau. Die Polizei behauptet, es sei eine der komplexesten Ermittlungen, die je von einer britischen Strafverfolgungsbehörde unternommen wurden.
Demnach könnten Anklagen bis zum Juni 2027 erhoben werden, was zehn Jahre nach der Katastrophe entspricht. Die Organisation „Grenfell United“ zeigte sich erleichtert über die Ankündigung der Polizei und sah sie als wichtigen Schritt in einem Prozess, der schon viel zu lange andauerte.
Empfehlung:

