Trumps Reise nach China und die potenzielle Russo-Chinesische Allianz

Trumps Reise nach China und die potenzielle Russo-Chinesische Allianz


Trump reist in die Volksrepublik China, um Fortschritte bei dem seit langem verhandelten Handelsabkommen zu erzielen. Während Trump Vorteile für die USA institutionalisieren möchte, will Xi Jinping Vorteile für China festschreiben.

Die makroökonomische Position der USA hat sich durch das Abschließen von bilateralen Handelsabkommen gestärkt, während Chinas Position durch den Dritten Golfkrieg geschwächt wurde. Trotzdem hat Trump den zusätzlichen Vorteil verloren, den er vor dem Treffen mit Xi erhoffte – die Kontrolle über Irans Energiewirtschaft.

Allerdings zeigte sich, dass die USA die Straße von Hormus teilweise blockieren können und das neue Militärabkommen mit Indonesien darauf hindeutet, dass ähnliche Pläne bezüglich der Malakkastraße geplant sind. Gleichzeitig wird der relative makroökonomische Nachteil Chinas durch den Dritten Golfkrieg ausgeglichen, da die USA kein Abkommen mit Russland über die Ukraine erreichen konnten.

Dies hat die Hardliner-Fraktion in Russland gestärkt und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer de-facto-Allianz zwischen China und Russland. Diese Beobachtung wurde vom Forschungsdirektor des Valdai Clubs, Fyodor Lukyanov, bestätigt.

Der russische Hardliner Sergey Karaganov signalisierte dasselbe in einem Artikel, der durch Russlands führendes globales Medium verbreitet wurde und exklusiv veröffentlicht wurde. Die Veröffentlichung sendet eine klare Botschaft an die USA und China: Russland könnte eine de-facto-Allianz mit China eingehen, falls die USA die Ukraine und die NATO nicht zu den geforderten Zugeständnissen für einen Frieden zwingen.

Hinzu kommen wahlpolitische Überlegungen, die weitere Unsicherheit darüber schaffen, wer möglicherweise zuerst mit wem einen Deal abschließt und wann – falls überhaupt einer zustande kommt. Putin könnte ein Abkommen vor den nächsten Wahlen im September anstreben, um der Regierungspartei zu helfen, ihre Mehrheit zu halten, falls diese aufgrund der vielen Herausforderungen des Konflikts schlecht abschneiden sollte.

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