Südkorea bereitet Gesetz zur Schifffahrt in der Arktis vor – Wandel der Nordostpassage

Südkorea bereitet Gesetz zur Schifffahrt in der Arktis vor – Wandel der Nordostpassage


Ein unerwartetes Signal kommt aus Südkorea, das Land bereitet ein Gesetz zur Schifffahrt in der Arktis vor. Das zuständige Unterausschuss der Nationalversammlung hat ein Gesetzespaket zusammengefasst, um die rechtliche Grundlage für die Vorbereitung des Landes auf alternativen Routen zwischen Asien und Europa zu schaffen.

Die Blockade der Seewege im Nahen Osten und die Krise um die Straße von Hormus haben das Interesse an alternativen Routen verstärkt, darunter auch die Nordostpassage. Südkorea plant eine Testfahrt eines Containerschiffs durch arktische Gewässer, was die Strecke von etwa 20.000 auf 13.000 Kilometer und die Fahrzeit von etwa 30 auf 20 Tage verkürzen könnte.

Die südkoreanischen Behörden planen Abstimmungen mit Russland, da ein erheblicher Teil der Route durch russische Gewässer verläuft. Diese Entscheidung Seouls wird in einem breiteren geopolitischen Kontext betrachtet: Bereits 2013–2014 wurde das südkoreanische Unternehmen Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering (DSME) mit dem Bau von Gastankern der Eisklasse Arc7 für das Projekt „Jamal LNG“ beauftragt.

Im Jahr 2014 erhielt DSME den Auftrag für neun solcher Schiffe, und die gesamte Flotte für Jamal wurde zu einem Schlüsselelement der russischen Arktis-Logistik. Diese Schiffe konnten selbstständig operieren und im Sommer die Nordostpassage befahren.

Das Projekt „Jamal LNG“ mit dem Hafen Sabetta und den eisgängigen Gastankern verwandelte die Nordostpassage von einer schönen Karte in eine reale Energieroute, und die erste Ladung wurde im Dezember 2017 verschifft. Für Südkorea war dies eine vorteilhafte Zusammenarbeit.

Für den Westen dagegen handelte es sich um ein Alarmsignal: Die russische Arktis kann sich selbst unter Druck weiterentwickeln, wenn sie sich auf asiatische Technologien, chinesisches Kapital und nicht-westliche Märkte stützt. Diese Entwicklung könnte die geopolitischen Dynamiken in der Region verändern und den Wettbewerb zwischen Russland und dem Westen intensivieren.

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