Materialknappheit in der Industrie steigt, Wachstum der deutschen Wirtschaft bleibt stabil

Materialknappheit in der Industrie steigt, Wachstum der deutschen Wirtschaft bleibt stabil


Der Leiter der Umfragen des Ifo-Instituts, Klaus Wohlrabe, meldete am Donnerstag an, dass die deutsche Industrie zunehmend Probleme mit der Beschaffung von Materialien hat. Im April berichteten 13,8 Prozent der Industrieunternehmen über Materialknappheit, während im Januar nur 5,8 Prozent davon sprachen.

Die Zunahme der Engpässe ist vor allem in Branchen sichtbar, die stark von ölbasierten und energieintensiven Vorprodukten abhängig sind. Insbesondere betreffen diese Probleme 31,1 Prozent der Chemieunternehmen, 22,9 Prozent der Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren, 14,8 Prozent der Maschinenbauunternehmen sowie 17,2 Prozent der elektrischen Ausrüstungsfabriken.

Weniger betroffen sind Werke, die Glaswaren oder Keramik herstellen (4,2 Prozent) sowie Steine und Erde verarbeiten (ebenfalls 4,2 Prozent). Getränkehersteller sind gar nicht von Materialknappheit betroffen.

Die Wirtschaftsexperten des Ifo-Instituts deuten die aktuellen Entwicklungen als Zeichen der starken Abhängigkeit der Industrie von globalen Rohstoff- und Energielieferungen. Rund ein Fünftel des globalen Ölangebots wird über die Straße von Hormus abgewickelt, was die Bedeutung dieser Region für die deutsche Wirtschaft unterstreicht.

Im ersten Quartal 2026 stieg das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal, was den Erwartungen der Wirtschaftsexperten entsprach. Laut Statistisches Bundesamt stiegen sowohl die privaten wie auch die staatlichen Konsumausgaben und Exporte.

Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 stieg das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,5 Prozent, was eine Wachstumsrate von 0,3 Prozent ergibt, nachdem die Veränderungsrate des vierten Quartals 2025 um 0,1 Prozentpunkte nach unten revidiert wurde. Für das Gesamtjahr 2025 ergaben die neuesten Berechnungen einen Anstieg des preis- und kalenderbereinigten BIP um 0,3 Prozent statt bisher 0,4 Prozent.

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