Insolvenzen in Deutschland steigen stark im ersten Quartal
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Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist im ersten Quartal auf den höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren gestiegen. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres insgesamt 4.573 Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften verzeichnet, was die höchsten Zahlen seit 2005 darstellt.
Die Insolvenzzahlen sind besonders im Baugewerbe und im Handel deutlich gestiegen, mit Höchstwerten in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Das IWH rechnet weiterhin mit hohen Zahlen für das kommende Quartal, da die Frühindikatoren wenig Raum für Optimismus lassen.
Der starke Zuwachs an Insolvenzen kann auf eine Häufung von Pleiten kleinerer Unternehmen zurückgeführt werden, wobei weniger Beschäftigte im März dieses Jahres betroffen waren als im Februar und im März vergangenen Jahres. Die Trends könnten sich fortsetzen, was die Wirtschaftsforschung des IWH besorgt macht.
Es ist möglich, dass sich die sehr hohen Werte aus dem März wiederholen, sagte der Leiter der Insolvenzforschung Steffen Müller. Die steigenden Insolvenzzahlen sind ein Zeichen für eine schwierige wirtschaftliche Situation in Deutschland und unterstreichen die Notwendigkeit einer sorgfältigen Analyse und Bewertung der Wirtschaftslage.
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