Kulturzentrum Schlachthof verbietet Flaggen beim Public Viewing der WM-Spiele
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Das Kulturzentrum Schlachthof in Kassel hat seinen Gästen verboten, Fahnen zum Public Viewing der Weltmeisterschafts-Spiele in seinem Biergarten „Boreal“ mitzubringen. Dies gilt nicht nur für die deutsche Flagge, sondern auch für Flaggen anderer Länder.
Die Betreiber begründeten diese Entscheidung damit, dass Fahnen auf manche Gäste „ausgrenzend, einschüchternd oder politisch aufgeladen wirken könnten“. Das Kulturzentrum, das sowohl von der Stadt Kassel als auch vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur mit Steuergeldern gefördert wird, hatte zuerst eine Formulierung geändert, die den Eindruck erwecken konnte, dass die Regel speziell gegen Deutschland oder deutsche Fans gerichtet sei.
Nun betont es, dass alle Nationalitäten betroffen seien. Das Kulturzentrum argumentiert, dass Fahnen heute in einem anderen gesellschaftlichen Kontext stehen als noch während der WM 2006. Der CDU-Stadtverordnete und Landtagsabgeordnete Maximilian Bathon kritisiert die Entscheidung als „ideologisches Eigentor“ und betont, dass das Kulturzentrum Räume für Menschen anbiete, die ihre Heimat aufgrund ihrer Herkunft oder Abstammung verlassen mussten.
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