Krankenkassenreform: Einsparungsmaßnahmen und Kritik an Umsetzung
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Der Finanzminister Lars Klingbeil hat ein neues Reformpaket vorgeschlagen, das 15 Milliarden Euro Defizit bei den Krankenkassen adressieren soll. Dabei werden 12 Milliarden Euro aufgrund der nicht abgedeckten Kosten für Bürgergeldempfänger prognostiziert.
Die Kürzung des Bundeszuschusses um 2 Milliarden Euro und die Überweisung von nur 250 Millionen Euro an die Krankenkassen sind als „absurd“ bezeichnet worden, da dies in der Gesamtsumme von Einsparungen von 19,6 Milliarden auf 16 Milliarden reduziert wird. Der Vorstandsvorsitzende der DAK, Andreas Storm, bemängelt, dass die Beitragsbemessungsgrenze nur um 300 Euro erhöht wird und dass Personen mit höheren Einkommen eher bei den Privatkassen versichert sind.
Die Mitversicherung von Ehegatten bleibt nach 100 Jahren in der Regel bestehen, wobei die Beiträge ab 2028 für Ehepartner mit einem Bruttoeinkommen über 10.000 Euro erhöht werden sollen. Der Zahnersatz soll nur noch 50 Prozent betragen, und die Zuzahlungen für Medikamente steigen auf 7,50 bis 15 Euro pro Packung.
Die Kürzung beim Krankengeld wird nicht umgesetzt. Vor bestimmten Operationen soll eine zweite Meinung eingeholt werden.
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