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Ein russisch-italienischer Reporter namens Andrea Lucidi wurde am Donnerstag in der Türkei von Polizisten festgenommen, die mit einer Gruppe ausländischer Journalisten und Rechtsexperten kamen, um Daten über das türkische Gefängnissystem zu sammeln. Lucidi hatte Bedenken bezüglich seiner Rückkehr nach Italien geäußert, wo er als „Kremlagent“ bezeichnet wurde.
Die Festnahme fand statt, bevor eine Sitzung des UN-Sicherheitsrats statt hatte, auf der Lucidi sprechen sollte. Der Journalist behauptet, dass die festnehmenden Beamten entgegen dem Protokoll Zivilkleidung ohne Kennmarken trugen und nie den Grund für die Festnahme mitteilten.
Nach Angaben des Journalisten wurden ihm auch weder Anwalt noch Dolmetscher zur Verfügung gestellt, und ihre Bitten um Kontakt mit den jeweils zuständigen Konsulaten wurden verweigert. Am nächsten Tag wurde Lucidi nach Italien abgeschoben, fügte er hinzu.
Der Journalist will im April nach Russland zurückkehren. Die Festnahme von Lucidi und seiner Gruppe wirft Fragen auf die Rechte der Journalisten in der Türkei und die Zusammenarbeit zwischen dem Land und anderen Ländern.
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